Winterreifen Ratgeber - 5 Dinge, die Sie wissen sollten!

Solange die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen, mögen Sommerreifen noch gute Arbeit leisten. Doch kommt der erste Frost und mit ihm womöglich noch Schneefälle, dann ist es allerhöchste Zeit, die Winterreifen aufzuziehen, warnt Wir-Wissen-Wo.com. Diese Maßnahme ist unerlässlich, um sich und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Der Bremsweg liefert hier schon ein deutliches Beispiel: Mit Sommerreifen verlängert dieser sich bei Schneefall um mehr als das Doppelte. Darüber hinaus nimmt die Bodenhaftung ab, da sich das Gummi der Sommerreifen mit abnehmenden Temperaturen mehr und mehr verhärtet.

1. Wann sollten Winterreifen aufgezogen werden?

Eine Faustregel besagt, dass die Winterreifensaison von O bis O andauert, also von Oktober bis Ostern. Wer sich lange Warteschlangen beim Reifenhändler ersparen möchte, sollte frühzeitig wechseln. Denn fallen erst einmal die ersten Schneeflocken vom Himmel, beginnt der große Ansturm und ein Termin ist deutlich schwerer zu bekommen. Zudem erhöhen sich die Lieferzeiten, was letztlich dazu führen kann, zeitweise ohne Winterreifen dazustehen, obwohl sie wegen der Witterungsverhältnisse dringend gebraucht werden.

2. Winterreifen per Gesetz: Was besagen rechtliche Vorschriften?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Bereifung am Fahrzeug den Witterungsbedingungen angepasst sein soll. Das ist vage formuliert, denn eine Definition darüber, was ein Winterreifen ist, lässt sich daraus nicht ableiten. Winterreifen lassen sich am einfachsten mit Hilfe des Schneeflocken-Symbols erkennen, das auf der Reifenplanke angebracht ist. Sobald winterliche Verhältnisse herrschen, gilt in Deutschland die Winterreifenpflicht. Alternativ dürfen es aber auch Pneus sein, die mit einer M+S-Kennung (steht für Matsch und Schnee) gekennzeichnet sind. Diese stellen bei winterlichen Verhältnissen das Minimum dar. Wer im Schnee mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert neben der eigenen Gesundheit und der anderer Verkehrsteilnehmer auch ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro. Kommt es dabei noch zu Behinderungen, werden 80 Euro fällig plus einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

3. Profiltiefe und Alter der Reifen

Darüber hinaus ist auf eine ausreichende Profiltiefe zu achten, die mindestens 4 Millimeter betragen sollte. Gesetzlich vorgeschrieben sind zwar 1,6 Millimeter, aber so weit sollte man es als verantwortungsbewusster Fahrer gar nicht erst kommen lassen. Außerdem ist es ratsam, auf das Alter der Winterreifen zu achten. Reifen, die zwar noch gut aussehen mögen, aber schon über 10 Jahre alt sind, sollten durch einen neuen Satz ausgetauscht werden.

4. Sind Ganzjahresreifen ein guter Ersatz für Winterreifen?

Ganzjahresreifen können angesichts der vergleichsweise milden Winter der letzten Jahre eine Alternative sein. Sie bieten natürlich den Vorteil, dass sie zu Beginn des Winters oder im Frühjahr nicht ausgewechselt werden müssen. Tests haben jedoch gezeigt, dass sie bei winterlichen Verhältnissen zwar noch akzeptable Fahreigenschaften aufweisen, aber deutlich schlechter abschneiden als "echte" Winterreifen, warnt Wir-Wissen-Wo.com. Sie kommen daher vor allem für Wenigfahrer in Betracht und alle, die ihr Auto bei starkem Schneefall auch mal stehen lassen können. Wer hingegen keine schweren Winterbedingungen erwartet oder in dem Fall auf andere Verkehrsmittel ausweichen kann, trifft mit Ganzjahresreifen aber zumindest keine schlechte Wahl.

5. Geschwindigkeitsbeschränkungen bei Winterreifen

Mit montierten Winterreifen sollten Autofahrer es etwas langsamer angehen lassen. Die maximale Geschwindigkeit, die mit dem montierten Reifensatz gefahren werden sollte, findet sich entweder auf einem Aufkleber am Armaturenbrett oder kann direkt von den Reifen abgelesen werden. Dort ist die Höchstgeschwindigkeit entweder aufgedruckt oder durch den sogenannten Speed-Index mit den Buchstaben S, T, H, V oder W gekennzeichnet. S steht beispielsweise für eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h, H für 210 km/h und W für ein Maximum von 270 km/h.

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