Putzfrau bzw. Haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen

Putzfrau bzw. Haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen

Für vielbeschäftigte Menschen ist die Entlastung durch eine versierte Hilfe im Haushalt heute oft ganz unerlässlich. Früher wurden Dienstleisterinnen im Haushalt meist als Putzfrauen bezeichnet, heute sprechen wir häufig von einer Haushaltshilfe oder Reinigungskraft, manchmal wird auch nach einer "Putzfee" gesucht. Für alle, die die Dienstleistung einer segensreichen Haushaltshilfe in Anspruch nehmen wollen, stellt sich bereits im Vorfeld die Frage nach den optimalen Konditionen und vertraglichen Regelungen im Zusammenhang mit der steuerlichen Absetzbarkeit.

Die zugrundeliegenden Regelungen nach § 35a EStG (Einkommenssteuergesetz)

Wenn die Reinigungskraft auf selbständiger Basis tätig ist, bietet sie sogenannte "Haushaltsnahe Dienstleistungen" an. Dieser gesetzlich so festgelegte Begriff unterliegt dabei in Hinblick auf das Einkommenssteuerrecht einer genauen Definition, die im in § 35a EStG (Einkommenssteuergesetz) exakt geregelt ist. Bevor eine Reinigungskraft eingesetzt wird, kann es daher aufgrund der differenzierten gesetzlichen Sonderregelungen sinnvoll sein, sich durch einen Steuerberater zu informieren. Es ist wichtig, allen Bedingungen zu entsprechen, welche es ermöglichen, die Haushaltshilfe steuerlich absetzen zu können.

Generell kann ein Abzug von 20 % bzw. von einem Fünftel der Arbeitskosten für die Haushaltshilfe von der Einkommenssteuer erfolgen. Dabei gilt eine maximale Höchstgrenze von 20.000 Euro. Entsprechend kann die Steuerersparnis im Höchstfall 4.000 Euro betragen. Diese Regelung tritt in Kraft, wenn die Haushaltshilfe als Selbständige auf Rechnungsbasis arbeitet.

Ein absolutes "Must" - die Banküberweisung!

Ohne Banküberweisung läuft gar nichts. Wer die Haushaltshilfe steuerlich absetzen will, darf sie nie bar bezahlen und auch eine von ihr ausgestellte Quittung über den Erhalt des Lohnes ist als Nachweis nicht ausreichend. Vielmehr benötigt der Arbeitgeber eine offizielle Rechnung von seiner Reinigungskraft oder der Reinigungsfirma, die die Haushaltshilfe entsendet. Er muss dann die Kosten unbedingt per Banküberweisung begleichen. Nur dadurch ist gewährleistet, dass er die Haushaltshilfe steuerlich absetzen kann. Alle über Onlinedienste vermittelten Putzfrauen und Reinigungskräfte können Sie direkt online bezahlen und qualifizieren sich somit für den Steuerabzug.

Wenn das Arbeitsverhältnis alternativ als Minijob deklariert und angemeldet wurde, dann können die Kosten zwar ebenfalls geltend gemacht werden, die Minderung der Steuerschuld ist in diesem Fall jedoch auf die Höhe von höchstens 510 Euro gedeckelt, mit denen der Arbeitgeber (also Sie) die Haushaltshilfe steuerlich absetzen kann.

Fachliche und inhaltliche Voraussetzungen

Viele Leute finden es zunächst etwas verwunderlich, dass es für eine selbstverständliche und alltägliche Tätigkeit wie Hausarbeit exakte rechtliche Definitionen gibt. Doch wenn diese Arbeit im Rahmen einer Haushaltsnahen Beschäftigung ausgeübt wird und die Arbeitgeber ihre Haushaltshilfe steuerlich absetzen wollen, sind diese Festlegungen unerlässlich:

- Die Arbeit muss erstens zwingend in der Wohnung oder dem Haus bzw. dem Privathaushalt des Auftraggebers stattfinden. Der Wohnsitz des Arbeitgebers muss innerhalb Deutschlands liegen. Auch für eine Wohnung in einem EU-Land oder innerhalb des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) kann man die Haushaltshilfe steuerlich absetzen und der Steuernachlass gewährt werden. Die Haushaltshilfe muss die Arbeit innerhalb der Wohnräume des Arbeitgebers erledigen, darf also in Auftrag gegebene Bügelwäsche nicht etwa mit zu sich nach Hause nehmen und dort bügeln oder eine Wäscherei damit beauftragen. Auch Hilfs- und Aufräumarbeiten auf dem zum Haus/ zur Wohnung gehörenden Grundstück des Arbeitgebers können zu den Haushaltsnahen Dienstleistungen zählen.

- Zweitens muss es sich um eine haushälterische Tätigkeit, d.h. eine Haushaltsnahe Dienstleistung handeln. Dazu gehören alle Arbeiten, die normalerweise die im Haushalt wohnenden Menschen, also die Mitglieder eines Haushalts, auch selbst ausführen würden wie etwa Fußböden reinigen, Staub wischen, Fenster putzen, Bügeln und Ähnliches. Wände tapezieren und Parkett verlegen zählen nicht dazu, hier ist zwar die Bedingung "im Privathaushalt" erfüllt, jedoch handelt es sich um professionelle handwerkliche Arbeit, nicht um eine haushaltsnahe Tätigkeit.

- Das oben genannte Beispiel berührt auch schon den dritten Aspekt: Die "haushaltsnahe" Dienstleisterin wird nicht als Fachkraft angesehen. Eine Arbeit, die eine anerkannte Ausbildung verlangt, darf nicht unter "Haushaltsnahe Dienstleistung" gezählt und abgerechnet werden. Dass eine gut arbeitende Reinigungskraft nicht als Fachkraft gelten darf, mag in heutiger Zeit als ungerecht empfunden werden, vor allem, wenn man bedenkt, wie jeder einzelne Vorgang, sei es der Umgang mit speziellen Dampfbügeleisen, hochtechnisierten Küchengeräten oder modernen Reinigungs-Systemen sehr viel Know-how und das Beachten unzähliger Feinheiten verlangt.

Tipp: Feinheiten beachten - große Wirkung

Bereits angeklungen ist, dass die Abgrenzung der Haushaltsnahen Dienstleistungen zu verwandten Tätigkeitsgebieten nicht immer einfach ist. Das Bundesfinanzministerium hat in seinem Anwendungsschreiben zu § 35a EStG differenzierte Unterscheidungen getroffen, um die Bürger in der Einordnung der verschiedenen Dienstleistungen zu unterstützen, wenn sie beispielsweise ihren Handwerker oder ihre Haushaltshilfe steuerlich absetzen wollen.
So können Wartungsarbeiten im Garten wie etwa Rasenmähen durchaus zu den Haushaltsnahen Dienstleistungen zählen, aber die Anlage und Gestaltung eines Gartens kann nur als "Handwerkerleistung", z.B. eines fachlich versierten Landschaftsgärtners, steuerlich geltend gemacht werden.

Kinderbetreuung und Schulnachhilfe können als Haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich abgesetzt werden, qualifizierter Sprachenunterricht hingegen nicht. Es lohnt sich daher für die Mitglieder eines Haushalts, diese vom Bundesfinanzministerium zur Verfügung gestellte Liste aufmerksam zu lesen, wenn sie ihre Haushaltshilfe steuerlich absetzen wollen.

Und schließlich: Arbeitgeber können nicht nur über die 20 % Regelung die Haushaltshilfe steuerlich absetzen, sondern auch weitere Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Dienstleitung entstehen wie die Reinigungsmittel und andere Materialkosten, bei Gartenarbeiten die Entsorgungskosten sowie natürlich die Fahrkosten der Beschäftigten.

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